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1.3.1 Hardware und Software

Kern des Klinikinformationssystems ist der Siemens-Rechner H90A2 mit dem Betriebssystem BS2000 im Klinikrechenzentrum. Längerfristig sollen die zentralen Aufgaben auf mehrere Server verteilt werden.

Das Client-Server-Modell dient als Vorbild für das Informationssystem: ein Clientprogramm übernimmt Abruf, Darstellung, Erfassung oder Übertragug von Daten, die von einem oder mehreren Serverrechnern verwaltet und über IMMUNgif verteilt werden.

Grundsätzlich ist die Struktur der Rechner wie auch der Betriebssysteme inhomogen. Dies ist bedingt durch:

Neubeschaffungen

Bei der Neuanschaffung von Geräten und Programmen muß ein Gutachten des Klinikrechenzentrums eingeholt werden, inwieweit die gewünschte Anschaffung ins Kliniknetz integrierbar und vom Rechenzentrum wartbar ist, ob das Produkt Datenschutzanforderungen und die das Produkt betreffenden Gesetze und Vorschriften einhält. Anschaffungen sollten die von IMMUN verwendeten Standardprotokolle unterstützen und nach Möglichkeit auf einem weitgehend plattformunabhängigen Betriebssystemgif laufen, um Unabhängigkeit von einer einzelnen Produktreihe zu schaffen.

Bei Gerätebeschaffungen muß auf geltende Vorschriften für Arbeitsplätze geachtet werdengif sowie auf die Einsatzumgebung. Ein Gerät, welches starke Hochfrequenzausstrahlungen erzeugt, hat nichts in der Nähe empfindlicher Meßeinrichtungen verloren. Ein Arbeitsplatz zum Begutachten von Röntgenbildern per Bildschirm sollte nicht in einem hellen Raum mit vielen Fenstern liegen.

Ergonomie

Die Softwaresysteme unter Unix bzw. Windows sollten aus Gründen der leichten Bedienbarkeit mit grafischen Oberflächen arbeiten. An Stellen, an denen eine Tastatur- oder Mausbedienung einen Ablauf unnötig verkompliziert, ist der Einsatz von Touchscreens oder Lichtgriffeln vorzuziehen. Längerfristig erhoffen sich die Autoren des Konzepts eine hohe Vereinfachung der Rechnerbedienung durch Spracheingabe, wenn solche Verfahren serienreif sind (Seite 51 in [1]).

Datenbanksysteme

Zum Einsatz in den Datenbanken kommen relationale Datenbank-Managment-Systemegif. Diese bieten eine Reihe von Vorteilen:

Die Autoren des Rahmenkonzepts nennen Oracle, Informix, Ingres und Sybase als geeignete RDBMS.

Da das System nun aber von der Verfügbarkeit des Netzwerks und der Datenbankserver abhängt, müssen Maßnahmen getroffen werden, die die Verfügbarkeit der Daten sicherstellen. Dazu gehören auch Maßnahmen, die bei Netzwerkstörungen verhindern, daß ein fehlerhafter Datensatz übertragen oder eine falsche Transaktion auf der Datei ausgeführt wird. Die meisten DBMS bieten solche Verfahren.

Informationsdienste

Datenbestände wie Nachschlagewerke, Medikamentenliste, Giftliste, Anatomiedaten und Ähnliche werden in der Pflege und Behandlungsplanung wie bei der Diagnose benötigt. Solche Systeme werden auf zentralen Servern beispielsweise in Form von CD-Rom-Sammlungen angeboten und sind über IMMUN abrufbar.

Recherchen in kommerziellen Diensten wie Kuris o.Ä. werden über das Netzwerk mit der dazu bestimmten Software abgewickelt.

Clientprogramme für die entsprechenden Dienste müssen installiert und konfiguriert werdem.

Standardsoftware

Empfohlene Software für den Benutzerbereich ist vorerst PC-Software aufgrund der Preise für Hard- und Software. Es werden Word für Windows, Harvard Graphics und Excel als Standardpakete nahegelegt. Zur Schulung des Personals in diesen Anwendung bietet das Klinikrechenzentrum Kurse an. Für statistische Auswertungen werden SPSS und SAS empfohlen.

Durch die fortschreitende Portierung der Standardanwendungen nach Unix ist ein Einsatz auf diesen Rechnern ebenfalls möglich.

Es kann selbst mit Standardsoftware erhebliche Probleme geben, siehe dazu Seite gif.



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