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Figure 4: Drei-Ebenen-Modell des Klinikinformationssystems
Auf abstrakter Ebene wird das Klinikinformationssystem in drei Ebenen
eingeteilt. Man unterscheidet dabei die Operationelle Ebene (1), die
Logische Ebene (2) und die Physikalische Ebene (3). Grafisch
dargestellt ist dies im Bild auf Seite
.
- Hier finden sog. Operationen statt. Dies sind Funktionskomplexe, die
durch eine feste Menge von Regeln zur Verarbeitung von Information definiert
sind. Operationen können aus Teiloperationen bestehen. Beispiel für solch
eine Operation ist das Diagramm 'Auftragsabwicklung' auf
Seite
.
- Auf dieser Ebene wird die Ausführung von Operationen durch Funktionen
von Anwendungssystemen wie Datenbanken oder Archiven realisiert. Dies
geschieht durch Kommunikationsdienste zwischen den einzelnen
Anwendungssystemen.
- Diese Ebene realisiert die direkte Umgebung der Anwendungssysteme. Sie
stellt Betriebsmittel, Kommunikationsinfrastruktur und Schnittstellen zur
Verfügung, über die die Anwendungen von Ebene 2 kommunizieren.
Anwendungssysteme benutzen die Funktionalität aller drei Ebenen. Trotzdem
sollten solche Systeme oder Verfahren möglichst unabhängig von der
physikalischen Ebene sein.
Es folgt eine Übersicht über die im Klinikum eingesetzten Verfahren. Die
Darstellung der einzelnen Funktionen der Verfahren erfolgt nur
stichwortartig und exemplarisch, der vollständige Funktionskatalog befindet
sich in [1] ab Seite 62. Im Anhang dieser Schrift auf Seite
befindet sich ein Diagramm zu den Verfahren.
Figure 5: Verfahren im Klinikum
- Administrative Verfahren
- Krankenhausspezifische und allgemeine
Funktionen bilden die Menge der Adm. Verfahren. Erstere erfordern in der
Regel spezielle Software, während letztere mit üblicher kaufmännischer,
logistischer und ähnlicher Software durchgeführt werdne können. Beispiele
solcher Funktionen sind:
- krankenhausspezifische Funktionen
- Patientenmanagment
- Leistungsabrechnung
- Medizinische Dokumentation
- Beschaffungs- und Wartungsmanagment medizinischer
Geräte
- allgemeine Funktionen
- Finanzbuchhaltung
- Material- und Lagerwirtschaft
- Lohn- und Gehaltsabrechnung
- Büro-EDV
- Datensicherung
- Medizinische Verfahren
- Medizinische Verfahren stellen die Funktionen
zur Datenerfassung und -nutzung im klinischen Bereich zur Verfügung. Man
unterteilt in fünf Gruppen:
- Verfahren für Stationen
- Ärztliche und pflegerische Dokumentation und elektronische
Krankenakte
- Datenaustausch mit der Patientendatenbank, Leistungsrechnung usw.
- Medikamenten- und Behandlungsmanagment
- Benutzung allgemeiner Informationsdienste
- Verfahren für Ambulanzen
- Planung und Terminvergabe
- Ärztliche Dokumentation
- Verwaltung der Patientenstammdaten mit Übergabe in die
Patientendatenbank
- Abrechnung
- Verfahren für Leistungsstellen
- Übernahme und Planung der Leistungsanforderung
- Datenverarbeitung der zugehörigen Daten
- Terminplanung
- Direktanschluß von Meßgeräten
- Dokumentation der Leistungen
- Befunderstellung und -übermittlung (auch in die Patientendatenbank)
- Archivierung (z.B. von Bildern)
- Verfahren für Archive
Hier werden Datenbank- und Hypermediasysteme mit entsprechender
Datensicherheit (RAIDs usw.) eingesetzt. Für verschiedene
Datenarten gibt es verschiedene Archivformen. Rechtliche Probleme
mit dem Datenschutz müssen zum Teil noch geklärt werden.
Eine Beschriebung eines Radiologiearchivs der US-Armee ist auf
Seite
zu finden.
Archive müssen schnell zugänglich sein, die Daten innerhalb von
Mindestzeiten sicher speichern und im Kliniknetz integriert sein.
- Verfahren für Forschung, Lehre und Ausbildung
Systeme zur Online- und Offlineerfassung von Daten,
Datenverarbeitung von Meß- und Simulationsdaten, statistische
Erhebungen aus Patientendaten oder Fallstudien wie statistische
Auswertung sind besondere Systeme für diese Verfahren. Daneben
spielen Textverarbeitungen, Informationsquellen und
Telekommunikation wichtige Rollen. Welche Funktionen wie realisiert
werden, hängt von den Erfordernissen der Stelle ab, die diese
Verfahren nutzt.
Die Ausbildung der Studierenden in Computerräumen wie CIP-Pools zur
EDV-Ausbildung im medizinischen Bereich und zur Simulation oder
Lehre muß ebenfalls beachtet werden.
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