Das Archiv ist in drei Stufen aufgeteilt: Langzeitarchiv, Kurzzeitarchiv und lokale Speicherung auf einem Arbeitsplatzrechner.
Das Archiv läuft auf Bildplattenarrays mit insgesamt zwei Terabytes Kapazität. Das jährliche unkomprimierte Bildaufkommen bei MAMC wären bei 190000 radiologischen Untersuchungen etwa 3.6 Terabytes.
Das Langzeitarchiv soll die Bilder der letzten beiden Jahre online verfügbar haben, weitere drei Jahre davor offline. Eine Bildkompression 10:1 mit Verlust bei der Kompression von Radiologiebildern und 4:1 bei anderen Bilddaten ist für dieses Archiv zulässig, wenn die Bilder bereits analysiert wurden. Bilder, die noch nicht von einem Radiologen begutachtet und interpretiert wurden, dürfen nicht verlustbehaftet komprimiert werden.
Im Kurzzeitarchiv stehen die Daten von Patienten, die zur Zeit in Behandlung sind, alle noch nicht analysierten Bilder sowie für 48 Stunden die Daten der Ambulanzbehandlungen zur Verfügung.
Die lokale Speicherung am Arbeitsplatz geschieht für 24 Stunden oder bei aufeinanderfolgenden Bildern für 48 Stunden. Die Datensicherheit wird durch Festplattenarrays von 40 Platten mit redundanter Datenverteilung gewährleistet. 64 Gigabytes Speicherplatz stehen den Arbeitsplatzrechnern zur Verfügung. Dieser Puffer ist nötig, damit das Netzwerk nicht durch allzu häufige Zugriffe auf das Kurzzeitarchiv belastet wird -- in Spitzenzeiten geschehen am MAMC 85 Bildanforderungen pro Minute.
Zur Erfassung der Bilder werden an günstigen Stellen mehrere Scanner, die die üblichen Röntgenfilmformate lesen können, angeschafft. Daten aus der Ultraschall- oder Kernresonanzmeßtechnik werden direkt digital gewonnen.
Über die genaue Beschaffenheit der Arbeitsplatzrechner schweigt sich [2] aus. Es wird lediglich beschrieben, daß es zwei Kategorien von Rechnern gibt: die Diagnostischen Arbeitsplatzrechner und die Klinischen Arbeitsplatzrechner. Erstere verfügen über maximal acht Bildschirmarbeitsplätze besonders hoher Qualität zur Begutachtung und Diagnose der medizinischen Bilder. Letztere stehen dem medizinischen Personal zur Verfügung. Um unnötige Kosten zu vermeiden, werden mittels Statistik in etwa so viele Rechner bereitgestellt, daß eine hohe Auslastung erreicht wird und gleichzeitig die Wege im Krankenhaus kurz bleiben.
In den Operationsräumen und in den Schockbehandlungsabteilungen herrscht ein zu geringer Bedarf an radiologischen Bildern, als daß sich die Anschaffung von Rechnern lohnte. Deshalb werden Bilder dort per Ausdruck verwendet.