WWW bietet eine vielseitig einsetzbare Möglichkeit der Kommunikation mit dem Benutzer: Interactive Maps, interaktive Karten.
Diese Karten bestehen aus einer Grafik, in der vom Autor des HTML-Objekts, in dem sich die Karte befindet, Bereiche als per Maus anklickbar markiert wurden. Wählt man einen solchen Bereich aus, antwortet der Server mit dem dem Feld zugeordneten neuen Objekt.
Anwendungen dieser Technik sind beispielsweise selbsterklärende Stadtpläne, interaktive Bauzeichnungen, das Vorstellen von einzelnen Personen in einem Gruppenbild, das Anklicken einer Landkarte mit darauffolgeneder Detaildarstellung.
Die Zuordnung der Koordinaten erfolgt mittels eines CGI-Programms. Hier wird das CGI-Programm imagemap.c [12] benötigt. Das Programm erwartet eine Konfigurationsdatei imagemap.conf, deren Inhalt eine Liste aller verfügbaren Maps nach dem Schema
Name : Dateiname
(mit Dateiname = voller Dateipfad und Name der Map-Datei) ist. Ein Beispiel:
uniplan : /WWW/maps/uniplan.map
In der Datei uniplan.map werden die klickbaren Flächen und die ihnen zugeordneten Hypermedia-Objekte nach folgendem Muster definiert:
<Flächenform> <Objektadresse als URL> <Koordinaten 1>...<Koordinaten n>
Mögliche Flächenformen sind hierbei:
Polygone sollten nicht mehr als 100 Eckpunkte haben und werden automatisch geschlossen.
Das Einbinden einer Karte in ein HTML-Dokument geschieht so: man setzt einen
Hypermedia-Link auf das imagemap-Programm und übergibt den Namen der
Map als PATH_INFO wie im CGI-Teil (Seite
) beschrieben.
Innerhalb des Link-Elements steht anstelle eines Wortes oder eines
graphischen Symbols eine <IMG>-Referenz mit der Option ISMAP.
Beim Anklicken des Bildes übermittelt der Client dann die Koordinaten an das imagemap-Programm. Letzteres antwortet mit dem entsprechenden Objekt.
Es folgt ein Beispiel:
<A href='/WWW/httpd/cgi/imagemap/uniplan'>
<IMG src='gfx/campusbild.gif' ISMAP>
</A>