Die Client-Software ist auf einer breiten Hardware- und Betriebssystembasis einsetzbar. Dafür benötigt werden ein Personal Computer oder eine Workstation mit grafischer Benutzeroberfläche, ein Eingabegerät wie Maus, Lightpen, Touchscreen oder Tastatur und genügend Speicherplatz zum Anzeigen oder Bearbeiten der Multimedia-Objekte (bei Verwendung von Grafik oder Animation sollten mindestens 8 Megabytes Speicher vorhanden sein, besser mehr). Echtfarbgrafik ist wünschenswert; zur Nutzung der Audiodaten sollte eine Möglichkeit zur Tonausgabe in CD-Qualität vorhanden sein.
Wird Wert auf die Echtzeitanzeige von digitalem Video (MPEG) gelegt, so ist in der Regel besondere Hardware für das schnelle Verarbeiten dieser Daten notwendig.
Figure: Mosaic -- populärster Client für WWW
Die Schlüsselrolle hierbei fällt dem Clientprogramm zu: es muß sowohl die Kommunikation mit dem Benutzer und dem Server erledigen, als auch die übertragenen Daten auf die gewünschte Weise verarbeiten. Dazu gehört auch beispielsweise die gleichzeitige Darstellung von Text, Video, Grafik und Ton.
Die nachfolgende Tabelle listet die wichtigsten Clientprogramme für
verschiedene Plattformen auf
.

G=Grafik, S=Schriftarten, T=Text
Clients für versch. Plattformen
Populärster Client ist dabei MOSAIC (siehe Bild 1) von der NCSA in seinen Versionen für Unix und MS-Windows.
Zu TKWWW ist noch zu erwähnen, daß dieses Programm nicht nur ein
gewöhnliches Clientprogramm ist, sondern gleichzeitig auch Editor zum
Erstellen und Verändern von HTML-Texten mit Erstellungshilfen für die
Beschreibungssprache. Bild 2 zeigt das Arbeitsfenster
von TKWWW. Das Besondere ist, daß die eingegeben Texte nicht nur mit
den HTML-Strukturen angezeigt werden, sondern wie bei gängigen
Textverarbeitungsprogrammen in der Form, in der sie Clientprogramme
anzeigen (ein weiterer leistungsfähiger, aber kommerzieller HTML-Editor ist
HOTMETAL (siehe Grafik auf Seite
)
von SoftSquad, der als Testversion aus dem Internet
zu beziehen ist - dies hier nur der Vollständigkeit halber).
Figure 2: tkWWW -- Editor und Client in Einem
WWW ist der originale Client vom CERN, geschrieben für NeXT-Rechner.
W3-EMACS ist eine Clientanpassung für EMACS
,
die verschiedene Textzonen in verschiedenen Schriftarten anzeigt.
LYNX ist ein reiner Textclient für VT100-Terminals und Kompatible. Er ist eher als Notlösung zu sehen denn als ernstzunehmender Client. LYNX kann keine Grafiken anzeigen und keine Audio- und Videoobjekte abspielen. Im Gegenzug verursacht er aber dadurch, daß er nur Texte von Servern anfordert, wesentlich geringere Netzlast.