Wer die An- und Abmeldeprozedur beim Umzug von einer Stadt in eine Andere kennt, wird sich wundern, wie einfach das geht, wenn man in die USA geht: einfach bei der Stadtverwaltung abmelden, mit Angabe "Missouri, USA" reicht, und schon ist man weg aus den Einwohnermeldeverzeichnissen. Nachweise werden keine verlangt.
Das ASC ist eine Art Medienzentrum mit dem Zweck, Geräte und
Dokumente in Form von Dias, Filmen, Videos und so weiter bereitzustellen.
Hier kann man sich beispielsweise Diaprojektoren für $10 für
drei Tage ausleihen. Es gibt auch Video-Ausrüstungen und vieles mehr.
Adresse: 505 East Steward Avenue. Das ist direkt gegenüber dem unieigenen
Kraftwerk.
Dieses Amt betreut an der Universität des Saarlandes
alle akademischen Austauschprogramme wie ERASMUS, LINGUA, TEMPUS, SOKRATES,
FULBRIGHT, DAAD, eigene Programme wie den Austausch mit Missouri-Columbia sowie
die aus dem Ausland kommenden Studierenden und die Sprachkurse für deutsche
und ausländische Studierende. Richtig - mit zuwenig Personal.
Aber nach Meinung des Studentensekretariats
sind Studierende, die ins Ausland gehen, ohnehin selber schuld und können ruhig
ein paar Unannehmlichkeiten hinnehmen.
Man findet das Amt in Gebäude 4, linker Teil, Dachgeschoß auf dem Campus der
Uni.
Das Amerika-Haus, Berliner Promenade, Saarbrücken, hält viel Information zum Thema Amerika bereit, ebenso wichtige Formulare wie Visum-Anträge, TOEFL-Anmeldungen, Fulbright-Unterlagen. Außerdem vefügt es über eine Bibliothek mit Büchern zu verschiedensten Themen. Auch bei der Job- oder Praktiumssuche in den Staaten kann einem dort geholfen werden.
Die Beurlaubung während eines Auslandsaufenthalts verhindert, daß die
Semesterzahl der Fachsemester in den eingeschriebenen Studiengängen
weitergezählt wird. Das funktioniert selbst, wenn man im Ausland seine Fächer
studiert, Prüfungen absolviert und diese an der Heimuniversität anerkannt
bekommt und damit Zeit in Fachsemestern spart.
Zur Beurlaubung braucht man den Nachweis eines Grundes beim Rückmelden. Hier genügte eine Bescheinigung des
Akademischen Auslandsamtes. Nicht ausreichend war die
Abgabe einer Bescheiniung für beide Auslandssemster, obwohl die
Dauer von zwei Semester deutlich darauf steht. Die Begründung: "Das kommt in
Ihre Unterlagen." - "Und warum gucken Sie nicht dort nach, wenn Sie schon eine
haben?" - "Das geht nicht, wir führen doch keine Akten mehr, das wird in Kisten
im Keller eingelagert, seit wir die Computer haben! Wir müßten ewig
suchen."
Üblichweise in der letzten Vorlesungswoche wird in den Klassen ein Paar
Bewertungsbögen ausgeteilt, in denen die Studierenden auf einem Bogen
Multiple-Choice-Fragen zum Dozenten, Vorlesungsqualität, Inhalt und Form
beantworten können. Auf dem zweiten Bogen werden - ebenfalls anonym - in
freier Form Lob und Kritik geäußert. Der oder die Dozent/in verläßt nach Austeilen der Bögen den Raum, und ein/e der Anwesenden liefert
die Bögen bei der Sekretärin des entsprechenden Fachbereichs ab. Die
Bögen werden ausgewertet und das Ergebnis dem/der Dozent/In zugeschickt.
Ob ein schlechtes Ergebnis Einfluß auf Personalentscheidungen hat, weiß
ich zum jetztigen Zeitpunkt nicht.
Brady Commons ist ein Servicegebäude für Studierende. Fast alle
wichtigen Büros sind hier untergebracht: Immigration Office, Students
Union, The Maneater (die Studi-Zeitung, allerdings kommerziell), der
Brady Food Court (eine Art Mensa, aber hier gibt es nur Fastfood-Schalter von
Taco Bell, Burger King, Pizza Hut usw.), der University Bookstore (der ist
teurer als der andere Bookstore am Lowry Mall, aber angeblich werden seine
Gewinne in den Studierenden zugute kommende Projekte gesteckt), ein Computerladen,
ein Laden mit Schokoriegeln und Softdrinks (die Uni hat gerade ohne die Studis
zu fragen einen Monopolvertrag mit Coca Cola abgeschlossen - jetzt gibts nur
noch Gesöff von einem Limopanscher) und im Obergeschoß das
Frauenbüro und andere Studierendeninitiativen.
Dazu gibt es im Keller eine komplette Bowlinganlage, die $1.50 pro Stunde
kostet und Dienstags und Donnerstags von 6-12 Uhr abends ist kostenloses
Bowling für Studierende.
Das Gebäude ist von 6 Uhr morgens bis Mitternacht alle Tage offen, und der
Food Court hat auch Sonntags geöffnet.
Die Lebensmittelchemiker betreiben in Eckels Hall ein kleines Eiscafe mit
dem besten Eis von Columbia. Man bekommt Riesenkugeln für recht wenig
Geld, und vom Laden aus sieht man direkt in das Labor, in dem das Eis als
Praktikum von Studierenden unter Leitung eines Professors (der das Eis manchmal
selber verkauft) herstellen.
Neben Eisbechern und -hörnchen kann man auch gr&oumnl;ßere Behälter
mitnehmen. Leider ist das Cafe nur werktags von 12-5 Uhr offen und etwas
abgelegen an der Kreuzung College Avenue / Rollins Street.
Capen Park ist ein recht naturbelassener Park mit zwei herausragenden
Merkmalen: er ist recht nah am Campus (man fahre die College Avenue herunter,
bis man den Stadium Boulevard trifft, überquere diesen, folge der Rock
Quarry Road die steile S-Kurve hinab und biege die nächste Straße
links ab - ihr folgt man bis zum Parkplatz am Ende und trifft das Schild mit
der Aufschrift 'Capen Park - Open 6am - 10pm'.) und zudem liegt darin eine
steile, rund 20 Meter hohe Felsklippe, an der der Uni-Kletterclub klettert
(Dienstags ab 17 Uhr). Der Park eignet sich auch für Spaziergänge,
Mondscheinverabredungen et cetera. Daß er ab 22 Uhr geschlossen ist,
heißt gar nichts, denn es habdelt sich um ein Stück Wildnis,
welches mitnichten umzäunt ist.
Eine Karte vom Park gibts beim Digital Missourian.
Es gibt verschiedene Zulassungsbeschränkungen für Kurse an der
University of Missouri-Columbia.
Die beiden häfigsten heißen 'Consent of Department' und
'Consent of Instructor'. Ist ein Kurs mit diesen Beschränkungen versehen,
muß man sich ein Formular (entweder ein
Consent-Code im ersten Fall, eine Override Permission bei letzterem Fall)
besorgen, um sich für den Kurs registrieren
zu können.
Gründe dafür gibt es viele: ein Fachbereich möchte Kontrolle
darüber haben, wieviele Fachfremde sich in den Kurs einschreiben, oder
es soll verhindert werden, daß zu viele Undergraduate-Studierenden
die Graduate-Kurse überfluten.
Bei meinen Registrierungen mit 'Consent' gab es nur zwei Varianten: meine
Kurse an der School of Journalism benötigten den 'Consent of Department',
welchen ich ohne Schwierigkeiten bekam (nur für 'Electronic Photojournalism'
gab es eine Warteliste, auf der Journalisten bevorzugt wurden).
Der 'Consent of Instructor' ist etwas, was für zukünftige Studierende
im Rahmen des Austauschprogramms von Interesse sein könnte - damit
gelingt es einem nämlich nach einiger Lauferei von Professor zu Sekretärin
und zurück in beliebig viele Graduate-Kurse zu gelangen. Details siehe
Registration.
Der Fairground ist die Festwiese von Columbia. Es handelt sich um ein
mehrere Hektar großes, eingezäuntes Gelände mit
Toilettenanlagen, Eßständen und einer großen, mit
unterirdischem Wärmespeicher versehenen Halle. Der Fairground befindet
sich dort, wo sich Highway 63 und die Stewart Avenue treffen.
Hier fanden unter anderem die Hot Air
Balloon Championships statt.
Dieser Park liegt etwa 10 Meilen nördlich von Columbia direkt am
Highway 63. Es handelt sich um ein ehemaliges Tagebaugebiet, welches renaturiert
wurde. In den Löchern und Senken hat sich Wasser angesammelt, so daß es
viele Weiher und Teiche gibt. Die Abraumhalden formen Hügel und Berge. In
einem der Weiher darf man offiziell baden, in den anderen angeln. Und ein Teil
der Abraumhalden ist für Motorräder und Geländefahrzeuge freigegeben
- man kann sich hier austoben. Außerdem gibt es Mountain-Bike-Trails und
viel Wildnis (inclusive Schildkröten). In der 5th Street gibt es ein Restaurant namens Flat Branch. Das eine Ende
ist als Kneipe, der Rest als Restaurant eingerichtet. Das Besondere ist: Flat Branch
braut eigenes Bier. Circa zehn Sorten gibt es ständig frisch vom Faß
und sie sind wesentlich besser als das Bier, daß es sonst in den anderen
Kneipen gibt. Die Palette reicht von normalem Gerstenbier über Weizen bis
hin zu Chili-Bier und Honigbier. Geld ist das A und O. Zwar müssen wir in Columbia keine Studiengebühren
bezahlen, da es sich um ein universitäres Programm handelt, aber der restliche
Lebensunterhalt will bezahlt werden - inklusive Wohnung und Reisekosten. Mit 'Homecoming' bezeichnet die Univeristy of Columbia
die Festivitäten und Aktionen einer Woche, deren krönender Abschluß
ein Tiger-Footballspiel ist, zu dem alle Alumnis kommen.
Am Morgen vor dem Football-Spiel findet die Homecoming-Parade statt - eine Art
Karnevalsumzug mit geschmückten Wagen, Blaskapellen und Tanzgruppen,
gestellt von den verschiedensten Highschools und Verbindungen. Am Honors College können Studenten mit besonders guten Studienleistungen
oder einfach auf Antrag, wenn sie Glück haben, Kurse belegen, die keine
Studiengebühren kosten.
Dies sind sowohl reguläre Vorlesungen wie auch Spezialveranstaltungen. Bekommt man bei der zuständigen Stadtverwaltung gegen Vorlage von
Personalausweis, Paßbild und Führerschein. Kostet in Saarbrücken 20 Mark
(Sommer 1995) und dauert 2 bis 4 Tage. Man erhält ein graues, weiches Heftchen
mit Seiten identischen Inhalts in vielen Sprachen. Mein für die USA beantragtes
Exemplar ist auf der französischen Seite in deutscher Sprache ausgefüllt worden.
Mal sehen, ob die amerikanische Polizei das schluckt. Eine Krankenversicherung ist unbedingt notwendig. Zum einen wird der
Nachweis einer solchen von der Gastuniversität verlangt, zum anderen wäre es
Dummheit, in das Land der unbegrenzten barzahlbaren Artzrechnungen zu
fahren, ohne eine vernünftige Versicherung zu haben.
Folgt man dem Highway 63 nach Norden, noch fünf Meilen weiter als zu den
Finger Lakes, findet man mit etwas Glück den
Pinnacle Youth Park. Es steht kein Schild am Highway, nur kurz davor verweist
ein Schild auf ein "XXX Scout Camp". Genau da muß man hin. Man fährt
über einen Schotterweg bis zu einem Parkplatz vor einer bewaldeten Wiese.
Hier gibt es Grillhütten, Wald und ein Gewässer. 'Registration' ist der bürokratische Prozeß, mit dem man sich
in Columbia zur Teilnahme an Kursen anmeldet. Es gibt verschiedene Phasen, und
der Ablauf sieht ungefähr so aus: Die amerikanische Variante von Malzbier. Alkoholfrei, koffeinfrei, widerlich.
Schmeckt wie schimmliges Hansaplast mit Honig in Flüssigform. Einfach
ekelhaft. Ist aber überall zu haben, weil die Kids unter 21 ja kein
echtes Bier trinken dürfen. Alkoholfreies Bier gibt es auch, allerdings
eher selten und es wird weniger auffällig beworben wie in Deutschland.
Die Rückmeldung ist ein Ritual, welches der oder die Studierende
allsemestrig wiederholt, damit die Universität nicht vergißt, daß es ihn oder
sie noch gibt. Dazu kauft man bei der Campus-Bank eine Wertmarke der
Universität des Saarlandes für 145 Mark,
läßt sich eine Bescheinigung der Krankenkasse geben, füllt einen Antrag auf
Rückmeldung aus und erhält bei Abgabe dafür seinen neuen Studentenausweis und
einige Blätter für die Unterlagen. Die 90 Mark, die man für das Semesterticket beim
Rückmelden bezahlt hat, kann man beim Asta rückfordern,
wenn man den entsprechenden Antrag ausfüllt und mit
Auslandsstudienbescheinigung, Studentenausweis und Kontonummer abgibt. Da Medizinische Versorgung in den USA ziemlich teuer ist, betreibt die
Universität eine Art Untersuchungs- und Beratungszentrum als erste
Anlaufstelle für Studierende mit medizinischen Problemen. Finanziert wird
dies aus der Health Fee, die rund 48 Dollar beträgt. Das ist hier eine Plastikkarte im Kreditkartenformat - mit Magnetstreifen.
Wenn man ins Computer Lab geht, muß man die Karte durch ein Lesegerät
ziehen, bevor man 'reindarf. Genauso im Student
Recreation Center. Das Student Recreation Center ist ein Turnhallenkomplex mit Baskettball-,
Volleyball-, Squash-, Tennis- und Badmintonhallen, einer Kletterwand, zwei
Räumen mit Krafttrainingsgeräten, Aerobicsaal, Laufbahn, einer
Laufbahn unter freiem Himmel, einem Footballfeld und dem Unischwimmbad. Das Sekretariat, bei dem man sich im- wie exmatrikuliert, beurlaubt und für
das nächste Semester rückmeldet. Auslandsaufenthalte sind dabei nicht unbedingt
eingeplant, doch dazu siehe Rückmeldung und
Beurlaubung. Sehr teuer. Zumindest für Ausländer, die alles bezahlen
müssen. Was man als Exchange Student nicht muß.
Die genaue Gebührentabelle kommt noch - wenn ich sie habe.
Thanksgiving ist der amerikanische Erntedank-Tag. Er ist nationaler Feiertag,
an dem praktisch alle Geschäfte und Restaurant schließen und an dem
sich die Familien zum traditionellen Thanksgiving-Dinner treffen:
Truthahn in vielen Variationen. Test of English as a foreign language heißt das Kürzel TOEFL in
voller Länge. Dies ist ein standardisierter Englischtest, der Grammatik-,
Vokabular-, Textverständnis- und Hörverstehensfähigkeiten prüft. Der TOEFL
schließt mit einer Punktzahl irgendwo zwischen 0 und 660(?) ab, und das
Bestehen des TOEFL mit mindestens X Punkten (X größer 500 in der Regel) wird
von amerikanischen wie britischen, australischen, kanadischen und
neuseeländischen Universitäten als Zulassungsvoraussetzung zum Studium für
Ausländer betrachtet. Meine Heimatuniversität mit rund 20000 Studierenden an fünf Fakultäten,
gelegen im Saarland nahe der Stadt Saarbrücken. Da dies hier kein WWW-Server
der Universität ist, überlasse ich die Selbstdarstellung und -präsentation der
Universität: auf dem WWW-Server der Uni
des Saarlandes. "Amerika gibt es nicht!" sagt Dombart. Mal sehen, ob er recht hat. Den Visumsantrag (Formular J-1) schickte die Universität in Columbia. Es handelte
sich um ein in verschiedenen Farben in dreifacher Ausfertigung ausgehändigtes
Papier mit Angaben über Arbeitserlaubnis (in unserem Fall: gar keine mit
Ausnahme von und an der Gastuniversität genehmigten Arbeiten), Verweildauer in
den Vereinigten Staaten und Zweck des Aufenthalts. Wilderness Adventures ist eine Outdoor-Sportabteilung des Student Recreation Center.
Hier kann man Zelte, Rucksäcke, Kanus und andere Ausrüstungsteile leihen.
Außerdem werden Kletterkurse, Outdoorschulungen (von Rucksackwandern bis
hin zum Erkennen essbarer Pflanzen) gemacht. Es gibt neben der Eltern-Stiftung und Arbeiten und Ansparen einige
Möglichkeiten, Zuschüsse zu einem Studienvorhaben im Ausland zu bekommen.
Auslands-BAFöG ist eine davon. Für die USA ist das BAFöG-Amt in
Hamburg zuständig, die Bearbeitungszeit liegt nach deren Auskunft bei 10
Monaten, und bearbeitet werden kann erst, wenn die letzten Unterlagen nach
Ankunft an der Gastuniversität eingeschickt werden.Finger Lakes State Park
Meinen ersten Besuch machte ich am 3.September 95 per Fahrrad.
Die Geologen an der University of Missouri haben ebenfalls Informationen zum Park im WWW.Flat Branch
Außerdem ist das Flat Branch eine willkommene Abwechslung im Fastfood-Dschungel
von Columbia: hier gibt es richtig gutes Essen von Appetithäppchen bis hin
zu Steak mit gebratenem Gemüse. Die Preise sind dabei immer noch recht niedrig:
das Steak kostet als teuerstes Mahl runde 11 Dollar.
Außerdem verkauft das Flat Branch sei Bier auch in größeren
Mengen zum Mitnehmen. Und das Eis von den Lebensmittelchemikern (siehe
28.8.95) wird auch serviert.
Geld
Ein nicht einfaches Unterfangen ist der günstige Geldtransfer in die
Vereinigten Staaten. Reiseschecks kosten 1 bis 3 Prozent
Provision, Bargeld in Beträgen von tausenden von Mark mitzunehmen ist auch
nicht unbedingt Mittel der Wahl, weil man dann den Sortenkurs bezahlt und bei
Überfällen pleite ist. Ich habe mich für eine Dreifachlösung entschieden: eine
kleine Menge Bargeld in Dollarnoten für die Überfälle, eine Kreditkarte für
mein Konto in Deutschland (mit der man relativ günstig bezahlen kann) und ein
Konto bei einer amerikanischen Bank, auf das größere Geldbeträge für feste
Gebühren zum Devisenkurs von meinen Girokonto in Deutschland überwiesen
werden.
Die Kreditkarte ist eine Visa-Card, weil diese angeblich sehr
verbreitet ist und überall akzeptiert wird.
Homecoming
Honors College
Internationaler Führerschein
Krankenversicherung
Leider übernimmt die deutsche Krankenkasse keine Leistungen in den USA. Also
bleibt einem nichts anderes übrig, als die Mitgliedschaft in der Kasse zu
kündigen, sich eine Auslandsreisekrankenversicherung für die beiden Semester
zu besorgen und nach der Rückkehr wieder Mitglied in der Krankenkasse zu
werden.
Unsere Wahl fiel auf die DEKV, die Deutsche Eisenbahn-Krankenversicherung,
die im Zeitraum 12 Monate mit 386 Mark das billigste Angebot bei den fast
überall gleichen Leistungen machte. Der Abschluß der Versicherung war
denkbar einfach: man bekommt einen Überweisungschein mit laufender Nummer
zugeschickt, überweist den Betrag für den Zeitraum im Voraus und schickt
Arztrechnungen bei der Versicherung ein. Die Nummer auf der
Überweisungsquittung ist gleichzeitig die Versicherungsnummer.
Zur Rückmeldung zum Sommersemester 1996 brauchten
wir nun immer noch den Krankenkassennachweis, auch wenn der Bearbeiter des
Studentenwerks mir nicht ganz klarmachen konnte, wozu er ihn braucht, da wir
a) beurlaubt und b) im Ausland sind. Einen Nachweis der
Reisekrankenversicherung mochte er auch nicht, und schlug mir vor, die
Reisekrankenversicherung von einer staatlichen Krankenkasse begutachten und
bestätigen zu lassen. Die Krankenkasse lachte sich einen Ast über diesen
Vorschlag und schrieb mir eine Bescheinigung, daß während des
Auslandsaufenthalts keine Versicherungspflicht besteht - was letztendlich
auch zur Rückmeldung reichte.
Pinnacle Park
Die "Pinnacles" sind Felstürme, die in der Mitte einer von einem ehemals
wilden Fluß ausgewaschenen Schleife stehen. Man gelangt über eine
baufällige Brücke (oder alternativ über die befahrbare Version)
auf den Pfad, der entlang aller Felstürmchen führt.
Festes Schuhwerk ist empfohlen, Klettern geht wunderbar im rauhen Kalkstein.
Sie Ausspülungen sind immens, und man wundert sich, wie das Rinnsal, welches
jetzt durch das Flußbett kriecht, je diesen Felsen geformt haben soll.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden
Fall, vor allem im Oktober, wenn der Wald in
Herbstfarben leuchtet. Auch ein zweiter Besuch lohnt sich, wenn man Klettern
möchte oder die weniger ausgetretenen Ecken im hinteren Teil des Parks
erkunden will.
Fotos gibt es hier.
Registration von / Einschreiben in Kurse
Preregistration -> Registration -> Add/Drop -> Drop
Preregistration findet Mitte/Ende eines Semesters statt, und hier kann
man auf Basis des vorläufigen Vorlesungsverzeichnisses Kurse für
das nächste Semester registrieren. (Hinweis an alle zukünftigen
Austauschler: fragt im Akademischen Auslandsamt ab
Anfang Februar nach, wann Ihr registrieren könnt, damit es nicht vergessen
wird, so wie bei uns).
Registration geschieht zu Anfang des Semesters, wenn das endgültige
Vorlesungsverzeichnis feststeht. Man hat Gelegenheit, auf Änderungen im
Programm oder bei persönlichen Präferenzen zu reagieren.
Add/Drop beginnt bei Vorlesungsstart und dauert ca. eine Woche in die
Vorlesungszeit hinein. Hier kann man Kurse streichen oder dazunehmen und hat
die Gelegenheit, sich die Kurse anzusehen, bevor man sich definitiv dafür
entscheiden muß. In dieser Phase gelangt man üblicherweise in Kurse,
die Zulassungsbeschränkungen haben.
Drop ist der Zeitraum, innerhalb dessen man aus einem laufenden Kurs
aussteigen kann, ohne daß einem die potentiell schlechten Noten auf den
Notendurchschnitt angerechnet werden. Dies ist für Leute, die auf Abschluß
studieren, ungleich wichtiger als für Teilnehmende am Austausch, letztere
bekommen in der Regel ihre amerikanischen Noten ohnehin nicht an ihre Heimuni
übertragen.
Registration geschieht, indem man mit seiner Student-ID
ins 'Registration Office' geht und dort die Kurse nennt und eventuelle Zulassungsbescheinigungen
vorlegt. Dazu gibt es eine Alternative: Telephone Registration mittels
eines Telefoncomputers (Tel.-Nr. 882-3700), wo man sich per Tastentelefon
über Kurszeiten, Teilnehmendenzahlen usw. informieren kann und unter
Zuhilfenahme einer Geheimzahl Kurse registrieren kann. Die Anleitung zum
Telefoncomputer befindet sich vorne im gedruckten Vorlesungsverzeichnis von
Columbia.
Eine der häfigsten Fragen in der Vorbereitungsphase des Austauschs war:
"Wie komme ich in Graduate-Kurse?". Die generelle Antwort der Studienberater
in Columbia wird sein: gar nicht, dies ist ein Undergraduate-Programm.
Dennoch ist es kein Problem, in ausgebuchte Kurse oder Graduate-Kurse zu kommen.
Und das geht so: in der Add/Drop-Phase spricht man mit den Dozentinnen oder
Dozenten der in Frage kommenden Kurse, legt ihnen dar, warum man ihren Kurs
braucht, welche Vorkenntnisse man hat und daß man Austauschstudi ist,
und in der Regel wird man dann zur Sekretärin des Fachbereichs geschickt,
sich eine 'Override Permission' für das Registration Office holen, um sich
zu registrieren. Einziger Haken hierbei ist die viele Lauferei, bis man alle
Leute getroffen hat, die man treffen muß. Das einzige, was hierbei
schiefgehen kann, ist ein Kurs mit beschränkten Ressourcen: ich wollte
in einen Grafikdeisgn-Kurs, der 20 Plätze an 20 Computern hatte,
konnte den Dozenten nicht erreichen, und als ich ihn erreicht hatte, waren die
Plätze belegt. In dem Fall hilft auch ein Override nichts, weil es
halt nur 20 Grafikworkstations mit der entsprechenden Software gab.
Im Austausch 1995/96 mußten mindestens 12, maximal 15 Wochenstunden
von den Austauschstudierenden registriert werden. Dabi wird sich an den
Stundenangaben im Vorlesungsverzeichniss orientiert. Bei Seminaren muß
das aber gar nichts heißen: in New Media bei den Journalisten hatte ich
für offizielle drei Stunden etwa zwei Stunden Seminar, sechs Stunden
Laborpraktikum, das Lesen zweier Bücher und etwa 150 bis 200 Stunden
Arbeit an einem Projekt.
Vorher den Zeitaufwand in Erfahrung bringen lohnt sich also.
Root Beer
Rückmeldung
Klingt einfach? Nur, solange man in Saarbrücken bleibt. Denn wenn man für länger
als ein Semester ins Ausland geht, wird es kompliziert: das
Studentensekretariat ist trotz EDV nicht in der Lage, Studierende mit
Bescheinigung des Akademischen Auslandsamtes zwei Semester
im Voraus rückzumelden. Man benötigt eine oder einen Beauftragten, der zum
richtigen Termin mit den richtigen Unterlagen und Vollmachten aufkreuzt und die
Rückmeldung erledigt. Nicht zu vergessen die Befreiung
vom Semesterticket.
Eventuell dazukommende Beurlaubungen
gleich dazu. Auch das Akademische Auslandsamt, unter dessen Obhut wir an dem
Austausch teilnehmen, sieht sich außerstande, die gesamte Gruppe der im Ausland
weilenden Studierenden auf einmal zurückzumelden.
Bei der Frage, warum man es den rekordverdächtig vielen ins Ausland gehenden
Saarbrücker Studierenden (siehe Saarbrücker Zeitung) so schwer mache, anstelle
für diese ein geändertes Rückmeldeverfahren einzuführen, bekam ich zur Anwort:
"Naja, wer unbedingt ins Ausland will, muss halt ein bißchen Arbeit
investieren." (Zitat Mitarbeiterin im Rückmeldebüro).
Semesterticket
Student Health Center
Beim Center bekommt man Medikamente gegen Erkältungen, Schmerzmittel und
Ähnliches kostenlos bis zum Preis von wenigen Dollar. AIDS-Tests, Blutuntersuchungen
und Diagnosen werden ebenfalls gemacht. Leider muß man seit August 1995
Röntgenuntersuchungen selbst bezahlen, was ziemlich teuer ist.
Braucht man ärztliche Behandlung, so muß man sich nach der Konsultation
des Health Centers eventuell an einen Arzt oder ein Krankenhaus wenden - und das
wird teuer.Student ID / Studierendenausweis
Aber die Karte kann noch mehr: man kann mit den Geschäften auf dem Campus
einen Kreditvertrag schließen, und beim Bezahlen einfach die Karte an der
Kasse auslesen lassen. Die Uni setzt die EInkäufe dann auf die monatliche
Rechnung.
Natürlich ist ein Bild der inhabenden Person mit auf der ID. Hier ist ein
Bild von meiner ID (der Vorderseite).Student Recreation Center
Hier können Studierende ihren sportlichen Neigungen nachgehen (sofern
sie mit den genannten Sportarten zu tun haben) und bezahlen muß man nur
für Aerobic und die Kletterwand ($4 pro Semester, oder nix wenn man
Mitglied im Kletterclub ist).
Es gibt auch ein Foto vom Westeingang
des Recreation Centers bei Nacht.Studentensekretariat
Studiengebühren
Thanksgiving
Dazu gibt es an den Schulen und Universitäten üblicherweise ein paar
Tage Ferien, damit es sich auch lohnt, nach Hause zu fahren. Viele der internationalen
Studierenden werden von ihren Zimmergenossen im Wohnheim eingeladen oder verbringen
ein paar Tage in St.Louis, Kansas City oder Chicago.TOEFL-Test
Der TOEFL muß in Holland durch Zahlung eines in Gulden umgerechneten
Dollarbetrages (Jawoll! Man muß Dreisatzrechnen können, um in die USA zu
gehen!) rechtzeitig angemeldet werden. Das Anmeldeformular besteht
aus Buchstabenkolonnen, in denen man seinen Namen durch Ausschwärzen der
richtigen Buchstaben markiert, damit es maschinenlesbar ist.
Zum Test wird man geladen und sitzt in einem Schulzimmer, an der VHS oder sonst
einem geeigneten Raum, schreibt seine Klausur und wartet anschließend 6 Wochen
auf die schriftliche Mitteilung des Ergebnisses.
Vorbereiten auf den TOEFL kann man sich mit Sprachkursen des Akademischen Auslandsamtes oder Büchern, die speziell auf den
TOEFL-Test zugeschnitten sind. Ich benutzte ein Buch (neben der ohnehin
englischsprachigen Informatikfachliteratur) und Gabi nahm an einem
Auffrischungskurs des Akademischen Auslandsamtes teil.
Universität des Saarlandes
Vereinigte Staaten von Amerika
Visum
Bei Beantragung des Visums füllt man einen einfachen Bogen aus, zu erhalten im
Amerika-Haus oder bei den amerikanischen Konsulaten.
Auf den Bogen schreibt man den Grund des Aufenthalts, die Dauer, die Adresse
der Gastuniversität und auf der Rückseite muß man ankreuzen, ob man Drogen
nimmt, verkauft, sich prostitiuiert, in den Vereinigten Staaten Anschläge
verüben will, an Verbrechen des 3.Reichs beteiligt war und einige andere Fragen
dieser Art beantworten. Darunter steht: Kreuzen sie eine oder mehrere dieser
Fragen mit "JA" an, heißt das nicht, daß sie automatisch kein Visum
bekommen.
Den Antrag und die bunten Formulare schickt man an das Generalkonsulat in
Frankfurt, und von dort kamen meine und Gabis Unterlagen innerhalb einer Woche
erledigt zurück - das J-1 - Formular genau unter dem daraufstehenden Vermerk
"Do not staple!" in meinen Reisepaß getackert. Und statt eines Stempels, wie
es andere Länder bei Visa tun, klebten die Amerikaner gleich einen Aufkleber,
so groß wie eine ganze Seite des Passes, dazu.
Wilderness Adventures
Sobald ich mehr darüber weiß, schreibe ich mehr.
Zuschüsse
Der DAAD vergibt ebenfalls Auslandsstipendien. Allerdings muß man
diese ein Jahr im Voraus beantragen und braucht mehrere professorale
Gutachten.
Informationen und Formulare gibt es in Saarbrücken beim
Akademischen Auslandsamt.
Lothar Fritsch, fritsch@fsinfo.cs.uni-sb.de