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3.7 Weitere Entwicklung des Mikrocomputers

Die vom Altair losgetretene Lawine rollte mit unglaublicher Geschwindigkeit weiter. Computer um Computer kam auf den Markt. Das Chip-Special Nr.14 -- Der Computer-Katalog -- aus dem Jahr 1984 enthält die Daten von rund 220 Personal- und Heimcomputern im Bereich von 100 Mark bis einige 10000 Mark. Eine kleine Übersicht über einige wichtige Mikrocomputer gibt Tabelle 2 auf Seite gif. In ihr kann man auch deutlich die Tendenz erkennen, daß die Mikrocomputer mit immer mehr Speicher und neuen, immer schnelleren Mikroprozessoren auf den Markt kommen. Ein weiterer Effekt läßt sich in Zeitschriften beobachten: der Preisverfall nach der Markteinführung eines Systems wird immer schneller. Konnte sich der Apple II über fünf Jahr bei seinem Preis von rund 1200 $ halten, so kostet die neuste Generation der IBM-PC-kompatiblen zwei Jahre nach Markteinführung inklusive 8 Megabytes Speicher und Festplatte mit rund 3500 DM nur noch ein Drittel bis ein Viertel des Einführungspreises. Mittlerweile hat sich der Markt auch polarisiert; es kommt nicht mehr jeder Mikrocomputer für alle Anwendungen in Frage. So haben sich die IBM-kompatiblen für den Bereich Büro- und Geschäftsanwendungen herauskristallisiert, und sie sind von relativ billigen, kleinen Systemen bis zu Rechnern auf Workstation-Niveau zu bekommen. Der Bereich, auf den sich Apple mit dem MacIntosh spezialisiert hat, ist vor allem Desktop Publishing (das Erstellen von Druckvorlagen unter grafischer Oberfläche) und seit neuestem Multimedia. Apple legt auch großen Wert darauf, daß man ihre Rechner ohne langwieriges Lernen eines Betriebssystems benutzen kann. Rechner wie der Atari ST oder Amiga sind die wenigen, die als Heim- oder semiprofessionelle Computer übriggeblieben sind. Je nach Ausstattung werden sie als reine Heim- und Spielcomputer, zur privaten Textverarbeitung oder ähnlichen Anwendungen genutzt. Allerdings bieten sie auch die Möglichkeit, professionelle Musik- oder Videoanwendungen benutzen zu können. Darunter gibt es noch die Spielekonsolen, denen man den Computer, der sie eigentlich sind, nicht mehr ansieht. Sie richten sich vor allem an Kinder, bei denen das Spielen im Vordergrund steht oder denen ein kompletter PC zu teuer ist.

Für den professionellen Bereich gibt es Workstations mit besonders hoher Rechenleistung und anderen Merkmalen. Sie stellen das obere Ende des Bereichs der 'persönlichen' Computer dar.





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